Die Transformation der Beratungsbranche

Digital, digitaler, am digitalsten. Wenn das Thema Digitalisierung auf den Tisch kommt, geht es oft schnell um Superlative. Der Hype um die Erneuerung verschiedener Geschäftsprozesse birgt jedoch auch das Risiko von Fehleinschätzungen. Der Prozess der Veränderung sollte sowohl bedacht und strategisch, wie auch dynamisch und experimentierfreudig angegangen werden.

Mit der Jahrtausendwende begann das digitale Zeitalter. Durch neue Technologien für Informations- und Kommunikationstechnik gewannen elektronische Daten zunehmend an Bedeutung. Schnell nahm das Thema Fahrt auf und revolutionierte die Art, wie Menschen miteinander kommunizieren, und wie Informationen aus der realen Welt in der virtuellen Welt gestreut werden. Mit zunehmender Akzeptanz der neuen digitalen Möglichkeiten in der Gesellschaft entstand ein neuer Markt mit wirtschaftlichen Herausforderungen und neuen Anforderungen seitens der Verbraucher.

 

Die Digitalisierung rauscht durch die Wirtschaft

Inzwischen findet ein regelrechtes digitales Wettrüsten statt. Doch sollten sich Unternehmen nicht durch Zugzwang oder Konkurrenzdruck dazu verleiten lassen, blind in eine digitale Transformation zu rennen und Technologien zum Selbstzweck anzuschaffen. Vielmehr sollten sie mit klar definierten Zielstellungen und wertvollen Kooperationen durch diese Phase der Neustrukturierung gehen.

Technologie wird nur dann nachhaltig Erfolg bringen können, wenn sie den Bedürfnissen der Zielgruppe dient und echten Mehrwert generiert. Wie so etwas aussehen kann, wird am Beispiel des Ghostthinker-Kunden Kick: Consulting GmbH deutlich.

Die Kick: Consulting GmbH ist ein Beratungs- und Trainingsnetzwerk mit drei Schwerpunkten: Projektmanagement, Changemanagement und Performance Improvement. Der inhaltlichen Ausrichtung entspricht die interne Organisation in drei Competence-Center, die von den Standorten Berlin, Ladbergen und Nürnberg aus gesteuert werden (www.kick-consulting.com). Durch den Einsatz der digitalen Lernumgebung edubreak®COMPANYCAMPUS ermöglicht das Unternehmen den eigenen Wirtschaftskunden, eine zeitgemäße und nachhaltige Beratung in Anspruch nehmen zu können, welche sich zeit- und kosteneffizienter gestalten lässt. Ihr Leistungs-Portfolio wurde durch den Einsatz neuer Technologien in der Beratung in Form von Blended-Formaten sinnvoll erweitert.

 

„Be strong on vision, but flexible on detail.“ Jeff Bezos

Die Kick: Consulting GmbH stellte den ersten Kontakt zu edubreak® auf Grund von Empfehlungen aus dem Hochschulsektor her. Das Beratungsunternehmen hatte starkes Interesse an den verschiedenen Möglichkeiten, die digitale Kommunikations- und Bildungsplattformen bieten, und so war der erste Pilot mit der Online-Umgebung schnell beschlossen. „Wir sind mit dem Ziel herangegangen, den aufkommenden Kundenwünschen und -erwartungen entgegenzukommen“, erklärt Uta Sudermann, Gründungsgesellschafterin von KICK. „Durch den Einsatz der Lernumgebung ermöglichen wir den Kunden einen schonenden Umgang mit ihren zeitlichen und finanziellen Ressourcen. Durch das Auslagern einzelner Lernprozesse in den virtuellen Raum schaffen wir im Hinblick auf Präsenztreffen, Reisezeiten und Übernachtungskosten eine viel höhere Flexibilität beim Kunden. Zudem sind sie freier darin, wie viele und welche Teilnehmer die Treffen zusätzlich besuchen sollen”, betont Sudermann weiter.

Eine der Methoden, die edubreak® auszeichnen, ist das Social Video Learning (SVL).  SVL beschreibt den sozialen Austausch in und um Videos in Lerngruppen. Der besondere edubreak®player ermöglicht das sekundengenaue Verankern von Kommentaren an relevanten Stellen im Video. Die Methode wurde entwickelt, um die gezielte Schulung von Handlungskompetenzen zu fördern und wichtige Reflexionsprozesse zu ermöglichen.

Auch Uta Sudermann sieht in SVL einen Mehrwert zu den Präsenzveranstaltungen. Besonders hinsichtlich der nachgelagerten Reflexionsprozesse, aber auch zur nachhaltigen Dokumentation der besprochenen Inhalte schaffe SVL neue Möglichkeiten in der Beratungsstrategie und im Aufbau der Lernprozesse. Im Bereich der Verhaltensorientierung, konkret beispielsweise bei der Thematik - Überzeugendes Präsentieren, biete sich die Methode an, um Einsatzszenarien durchzuspielen. Im Bereich Wissensvermittlung sei es aus Sicht von Frau Sudermann allerdings „überdimensioniert“ mit Videos zu arbeiten. Hier lässt sich persönliche Kontakt und das gemeinsame Arbeiten vor Ort fast durch nichts ersetzen und ergänzend dazu würden sich ihrer Meinung nach Webinare oder Online Meetings anbieten, welche auch via edubreak® abgedeckt werden können.

Doch auch bei der Kick: Consulting GmbH sind noch nicht alle Mitarbeiter gleich aktiv im CompanyCampus oder haben direkt begonnen sich mit der Onlineumgebung zu beschäftigen und sie zu nutzen. „Ich finde wir müssen hier noch Unterstützungsarbeit leisten. Der eine tut sich schwer, der andere nutzt es schon sehr gern“, erklärt Sudermann. „Im Allgemeinen müssen wir aber noch Projekte anstoßen und erste Hürden abbauen, um ein Selbstverständnis zu entwickeln. Es gibt einfach hier und da noch Berührungsängste. Aber ich empfinde es als normal, dass dieses große Thema eine gewisse Anlaufzeit benötigt“, fährt die Beraterin fort. „Uns ist wichtig, dass sowohl unsere Mitarbeiter, als auch unsere Kunden die Abläufe und Prozesse rund um den Einsatz der Lernumgebung mitgestalten können. Ganz nach dem Zitat der Zwischenüberschrift von Jeff Bezos hat das Unternehmen das Ziel vor Augen, aber es ist flexibel in der Gestaltung des Weges dahin.

Digitale Transformation bedeutet oft auch eine persönliche Transformation, da es nicht für jeden selbstverständlich ist mit dem Medium Video umzugehen. Sich selbst zu sehen, zu hören und mit der eigenen Performance konfrontiert zu sein, erfordert anfangs auch etwas Mut.

Lassen sich die Berater allerdings darauf ein und gewöhnen sich an den Umgang mit SVL, profitieren auch die Kunden durch den Einsatz dieser Methode.  

Für Sudermann liegt der Mehrwert von edubreak® in der Verlängerung der Lernkette. Die Inhalte würden entzerrt vermittelt und es gebe immer wieder Platz für individuelles Feedback und Reflexion. Dies setze allerdings voraus, so Sudermann, dass die Teilnehmenden diese neue Form des Lernens bzw. der Weiterbildung verstehen und annehmen. Auch hier sei ein Lernprozess nötig. Da die Teilnehmenden plötzlich auch gefordert seien Inhalte mitzugestalten, müssten sie natürlich auch mehr Motivation mitbringen.

Für die Kick: Consulting GmbH hat sich der Einsatz von edubreak® jedenfalls schon gelohnt. „Was ich aus unseren ersten Projekten beim Kunden sagen kann, ist, dass wir bereits eine Zusage zur Verlängerung der Trainings haben, weil es sehr gut angekommen ist”, so Sudermann.

 

Schritt für Schritt zum Erfolg

Am Beispiel der Kick: Consulting GmbH wird deutlich, wie zentral es im Einsatz neuer Technologien ist, Antworten auf relevante Bedürfnisse sowie den Mehrwert für die Nutzenden ins Zentrum zu stellen und nicht etwa die Technologie selbst an die erste Stelle zu setzen und erst im Nachgang deren Möglichkeiten zu entdecken. Der zielgerichtete Weg hin zur digitalen Transformation besteht aus einzelnen Puzzleteilen und sollte kontrolliert voranschreiten. Kick: Consulting zeigt, dass nicht das digitale Wettrüsten fit für die Zukunft macht, sondern es sich vielmehr lohnt, verschiedene Expertisen zusammenzubringen und so einen digitalen Mehrwert zu schaffen.